Genussprojekt, Salzburg

Am Freitag probierten wir das erste Mal, das Genussprojekt in Salzburg Liefering, Forellenweg 3 aus. Geöffnet hat das Lokal von 9 bis 23Uhr. Am Sonntag ruhen die werten Herren und Damen des Genussprojekts.

Geführt wird es von Alexandra Meissnitzer – ja genau, die Ex- Schiläuferin.

Hingekommen sind wir zum Lokal, durch Hören-Sagen. Wie es sooft in Österreich der Fall ist. „Dort gibt es einen Burger, der nicht normal schmeckt. Aber gut. Und einen anderen auch noch. Der ist auch gut.“ Na dann.. wenn alles so gut ist – probieren wir es !

 

“Zum Ambiente”

 

Wenn man das überschaubare Lokal betritt, so kommt einem gleich ziemlicher Rauchgeruch entgegen. Die Abtrennung zwischen Raucher- und Nichtraucherbereich ist zwar geistig vorhanden, jedoch nicht annähernd abgetrennt. Auf den Tischen die hoch sind, stehen Aschenbecher. Diese befinden sich wie gesagt, gleich beim Eingang. Die „niedrigen“ – also normal hohen – Tische, haben ein 2 cm2 großes Schild darauf platziert, mit der durchgestrichenen Zigarette. Naja,… Österreichische Lösung oder wie auch immer… Auf jeden Fall funktioniert die Lüftung recht gut, sodass man beim Essen nicht zugeraucht wird und auch der Schnüffeltest an der Kleidung beim Verlassen des Lokals war: Kein extremer Zigarettengeruch. So, nun weiter. Die Tische schauen oldschool aus, sind im Stil: abgefuckt und alt. Aber ich denke, sie sind neu 😉 Die Stühle sind teilweise durchmischt mit Leder, verschiedene Farben, Holz,.. und die Bar ist sehr dominant. Diese erstreckt sich über fast das gesamt Lokal und bietet Einblick auf alle Gläser Sorten die sie haben und auch die richtig coole Kaffemaschine ist gut sichtbar. Mal was anderes. Die Salztiegel am Tisch sollen womöglich dieses unkoventionelle, hippe widerspiegeln. Ich jedoch mag es nicht, wenn ich nicht weiß, wer schon seine „Griffel“ in dem Salz Topf hatte.

 

“Die Auswahl”

 

Die Auswahl an Burgern ist beschränkt, aber das muss ja nicht zwangsläufig ´was Schlechtes bedeuten. Meist ist es sogar ein Indiz, auf bessere Qualität!

Es gibt also unter den Burgern, den

WHITE – also den Klassiker. Speck, Patty, Käse, Tomate, statt Salat -Mangold, Tomaten Relish.

und den BLACK der sehr speziell ist, aber scheinbar in Salzburg sehr bekannt und beliebt: mit Patty, Camembert, Cranberryjam und dunkler Bun.

Der White kostet 12,9€ und der Black ist etwas kostspieliger mit 13,9€.

Dazu gibt es beim White Ofenkartoffeln in einem Mini-Sieb ala Friteusse und beim Black gibt es Süßkartoffelsticks.

 

“Das Personal”

 

Uns bediente eine Kellnerin die wirklich sehr freundlich war. Kurz nach dem Eintreffen ins Lokal brachte sie die Speisekarten, ein paar Minuten später fragte sie nach den Getränken. Das Lokal war aber auch, bis auf ein paar „Biertrinker“ wenn ich das mal so bezeichnen darf, relativ leer. Sie war freundlich, hat zwischendurch gefragt ob alles passt und obs schmeckt. Nichts zu meckern. Alles gut.

 

“Unsere Wahl”

 

Ich wählte den White. Vermutlich weil ich ein Angsthase bin. Man munkelt aber auch, dass ich Camembert nicht so gerne mag, und schon garnicht in meinem Burger.

Optisch sah er wirklich top aus. Man merkte sofort, dass es GOOOOOTTT SEEEIII DDAAAANNNKKK kein fertiges Bun war, sondern ein selbstgemachtes oder selbst – gut eingekauftes war. Jipi! Die Kartoffelhälften kamen in einem kleinen Sieb. Alles war warm. Super erster Gesamteindruck.

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Ich schneide meistens zuerst den Burger in der Mitte durch. Okay, zugegeben, als allererstes schieße ich die Fotos. Das dauert meistens etwas länger, da es nie so wird wie ich will, und mein Handy leider nicht die Qualität schießt, die ich gerne hätte. Alles in allem, muss ich mich jetzt schon für das eine Unscharfe entschuldigen. Ich hatte wirklich Hunger und Angst dass er kalt wird. Das Foto vom Ketchup ist dafür perfetto 😀

Aja das Ketchup. Kam vorab, war hipp, schmeckte durchschnittlich, aber gut. Ende.

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Der Burger war leider nicht medium, aber auch nicht totgebraten und trocken. Das Tomaten Relish schmeckte mir super gut. Ich fand es als Ergänzung zum salzigen Fleisch und leicht süßen hellem Brot wirklich perfekt abgeschmeckt. Einfach mal etwas anderes, als immer nur Ketchup oder Cocktailsoße. (Y) TOP. Die Größe des Burgers war angenehm, ich aß ihn bis auf ein Viertel auf. Zum Meckern habe ich natürlich auch noch etwas. Das Brot war anfangs total gut, bis es dann durch den Saft des Specks und Fleisches aufweichte. Dann wurde es, vor allem der untere Teil, immer fester und kompakter, sodass es schlussendlich etwas nach Brioch schmeckte, was ich persönlich nicht unbedingt als Bun brauche. Der Speck – war Schinkenspeck und es waren glaube ich 3 Scheiben. Also sogar mir, als absolute Speckliebhaberin, zu viel. 2Scheiben wanderten gleich nach dem ersten Bissen raus. Knuspriger hätte er auch sein können. Schade – denn geschmacklich war er super.

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Dauer bis der Burger kam: 6 Minuten – Turbo Burger bis jetzt 😉

 

“Resmüee”

 

Preis-Leistungs-Verhältnis ist eher an der oberen Grenze. Wenn nicht schon eher darüber. Ich finde, um maximal 10€ könnte man den Burger auch anbieten. Wer experimentierfreudiger als ich ist, ist hier sicher an der richten Adresse. Der Burger war gut, und sicher keine Blamage für das Lokal, oder eine absolute Panne. Nein! Er war gut, durchschnittlich, und das Ambiente ist hier in Salzburg mal etwas Anders, als die Innenstadt-Lokale sonst. Ausprobierwürdig! 🙂

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